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Das Gelände des Campingplatzes umfaßt etwa 30000 m² weitgehend flache Tundra auf einer Küstenebene, die durch die nacheiszeitliche Landhebung über den Meeresspiegel kam. Noch heute sind auf und über dem Campingplatz die Spuren alter Strandlinien und abgerundete Steine ehemaliger Brandungszonen zu erkennen und gelegentlich stolpert man sogar über im Tundraboden festsitzende, teils Jahrtausende alte Walknochen (nicht freilegen - Naturdenkmäler). Ein alter Strandwall in der Mitte des Platzes ist in der frühen Saison zuerst trocken.
Zum Fjordufer hin liegt jenseits der Küstenstraße eine im Sommer von verschiedenen Vogelarten belebte Strandlagune, deren künstlicher Ursprung (Material für den Flughafenbau in den 1970er Jahren) heute kaum noch erkennbar ist. Seit 2008 sind Vogelfreunde dabei, diese Lagune durch behutsame Eingriffe noch attraktiver für Brutvögel zu gestalten. Sommergäste des Campingplatzes können die Lagune ständig im Blick haben - und damit auch die dort auftauchenden Vogelarten oder auch den häufig auf Futtersuche patroillierenden Eisfuchs.
Jenseits der Lagune folgt der eigentliche Kiesstrand am Adventfjordufer - auch für Freunde arktischen Badelebens ein Anziehungspunkt (siehe auch
Longyearbyen Camping Nacktbadezertifikat ), sowie für Vogelbeobachtungen im Spülsaum. Gelegentlich kommen Weißwale (Belugas) oder Robben nah ans Ufer.
Sowohl die Tundravegetation, als auch die Tierwelt sind unter den harten arktischen Lebensbedingungen sehr empfindlich und auf den kurzen Polarsommer angewiesen. Kein anderes Quartier in Longyearbyen bietet eine solche Nähe zur Natur - damit verbunden ist aber auch das Bemühen um eine Minimierung von Schäden. Siehe hierzu auch:
> Nachbar Natur
> Zeltplatzordnung

Der Campingplatz entstand auf der Tundra von Hotellneset ("Hotelnase" - etwas östlich davon stand von 1896 an für ein paar Jahre bereits ein Sommerhotel), nachdem die Eröffnung des Flughafens 1975 zu einer deutlichen Steigerung der Anzahl von Zelttouristen führte, die zunächst wild im Ort campierten und deren im arktischen Klima Jahrzehnte überdauernde Hinterlassenschaften für Ärger sorgten. Durch die Einrichtung des Campingplatzes in Kombination mit einem großräumigen Zeltverbot überall sonst in einem mehrere Kilometer großen Bereich um Longyearbyen wurde dieses Problem gelöst und gleichzeitig Campern ein besserer Service geboten.
Das erst seit 1985 bestehende Servicegebäude ist angenehm im Sommer, jedoch nicht für die kältesten Winterzeiten geeignet - und bis 2007 erlaubte die bis dahin nicht frostgeschützte Wasserleitung einen Betrieb nur bei Außentemperaturen über -5°C.
2007 mußte im Rahmen der Flugplatzerweiterung die frühere Wasser- und Abwasserleitung für rund 50000 € ersetzt werden, wozu der damalige Eigner nicht bereit war und deshalb den Campingplatz Andreas Umbreit anbot, der ihn als Pächter mit seiner Firma Spitsbergen Tours schon seit 1998 betrieb. Eine der Tourenbetreuerinnen von Spitsbergen Tours, Michelle van Dijk, war von diesem Vorschlag begeistert, und so sind Michelle und Andreas seit 2007 die Eigen- tümer des Campingplatzes, wobei neben der teuren Wasserleitung zahlreiche Renovierungsarbeiten anstanden, die der vorherige Eigner jahrelang vor sich hergeschoben hatte. Die Stammgäste werden die Veränderungen sicher bemerken.
Die frostgeschützte Wasserversorgung erlaubt nun eine längere > Saison im Sommer und seit 2008 haben wir eine zusätzliche Saison auch im Frühjahr.
Ebenfalls im Frühjahr 2008 wurden die hohen Holzmasten der schon längst nicht mehr benutzten Flughafen-Antenne auf dem Campingplatz entfernt (auf älteren Fotos noch zu sehen), die einerseits eine Art Wahrzeichen waren, andererseits aber immer wieder für Fragen hinsichtlich Strahlungsgefahren sorgten.
Öffnungszeiten Gebäude: Während der Sommersaison sind die Außentoiletten mit Handwaschbecken von der Veranda her permanent zugänglich, die Innenräume an allen Saisontagen mindestens während der offiziellen Öffnungsstunden (8-10 Uhr morgens und 20-22 Uhr abends). Es ist dem Campingwart überlassen, das Gebäude auf Vertrauensbasis auch außerhalb dieser Zeit geöffnet zu lassen – jedoch nur, solange sich alle Gäste an die Regeln halten (insbesondere: grundsätzlich Schuhe aus im Gebäude, Saubermachen, Duschen nach Gebrauch auswischen, kein Übernachten und Lagern von Ausrüstung im Gebäude, kein Alkohol und Rauchen im Gebäude, ordnungsgemäße Abfallbehandlung). Siehe auch: > Registrierung und Bezahlung.
Unter dem Servicegebäude ist ein abgeschlossener Verschlag (nicht wettergeschützt), der in Absprache mit dem Campingwart zum Deponieren von Ausrüstung während Touren von Campingplatzgästen kostenlos genutzt werden kann (siehe > Leistungen und Preise - Lagerung außerhalb der Saison jedoch nur gegen Entgelt).
Der angenehme Koch- und Eßraum hat an den Tischen Platz für ca. 40 Gäste, sowie Elektro-Kochplatten, warm und kalt Wasser und die Spüle, außerdem mehrere Steckdosen (220V) und Heizkörper für kalte Tage. An der Wand eine große Karte der Inselgruppe (1: 250000, 2 m hoch) zur Inspiration und verschiedene Info-Aushänge. Faszinierend ist der weite Fjordblick aus den großen Fensterfronten – auch zur Beobachtung des Treibens der sehr nahen (ca. 30 m) Vogellagune oder sonstiger vierbeiniger Zeltplatzbesucher (oft Eisfuchs, Rentiere) ideal. Bei großer Gästezahl hat Kochen und Essen Vorrang, ansonsten kann man sich auch so in dem Raum tagsüber aufhalten. Bitte eigenes Essgeschirr und Besteck mitbringen!
Die Waschräume für Damen und Herren, jeweils mit einem langen Waschbecken (warmes und kaltes Wasser), je einer Toilette und je zwei Duschkabinen, befinden sich ebenfalls im Gebäude und stehen allen Gästen zur Verfügung. Lediglich Warmwasser in den Duschen ist per Münzautomat extra zu bezahlen. Sofern viele Gäste die Duschen benutzen, kann es gelegentlich zu Wartezeiten kommen, bis wieder warmes Wasser zur Verfügung steht. Handtücher, Seife, Föhn, etc. bitte selbst mitbringen! Nach Waschen oder Duschen bitte den Boden sofort mit dem Schieber abziehen, damit die nächsten Gäste keine nassen Strümpfe bekommen! Im Haus ist außerdem eine Waschmaschine, deren Benutzung gegen Entgelt mit dem Campingwart abgesprochen werden kann. Falls sie nicht funktioniert, gibt es auch in Longyearbyen Möglichkeiten für Wäschewaschen.
Für Öffnungen in kälteren Jahreszeiten, etwa im Frühjahr, gelten andere Regelungen. Insbesondere sind dann eventuell die Außentoiletten nicht nutzbar (Frostgefahr), Teile des Aufenthaltsraumes dienen als Lager von Sommerausrüstung (Zelte, etc.), und eventuell gibt es nur begrenzte tägliche Öffnungszeiten. Außerdem muss mit möglichen Frostschäden an Wassersystemen und daraus resultierenden Improvisationen (Wasser aus Wasserbehältern statt Leitung, etc.) gerechnet werden.