
Der arktische Sommer ist kurz und intensiv: Die Pflanzen der Tundra haben nur wenige Monate des Jahres für Wachstum, Blüte und Verbreitung Zeit.
Der Campingplatz ist eine vor Jahrtausenden aus dem Meer gehobene flache Küstenebene, größtenteils von Tundravegetation bedeckt und durch alte Strandwälle leicht gegliedert, sodaß sich hier unterschiedliche Pflanzengesellschaften von feucht-sumpfiger bis trockener Tundra finden, dazu kleinere steinige Bereiche mit wiederum andersartiger schütterer Pioniervegetation
Pflanzen- und Naturfreunde unter unseren Gästen können hier von Juni bis September einen guten Teil der Landpflanzen Spitzbergens in aller Ruhe studieren und fotografieren - mit dem imposanten Isfjordpanorama als spektakulärem Hintergrund.
Als Vorgeschmack finden Sie unten und rechts auf dieser Seite einige Beispiele für die am Campingplatz anzutreffende Pflanzenvielfalt.
Vegetationsschutz:
Gleichzeitig gilt es, diese Vielfalt trotz der Nutzung als Campingplatz bestmöglich zu wahren. Beachten Sie bitte hierzu die Hinweise für den Umgang mit der besonders empfindlichen arktischen Natur. Hinsichtlich der Vegetation ist besonders wichtig:
• Vermeidung von Beschädigungen (keine Löcher oder Zeltgräben graben, nichts abreißen/pflücken, keine Feuerstellen, kein Auskippen von Brennstoffen !).
• Vermeidung von längerer Abdeckung, damit die Pflanzen im kurzen Arktissommer genug Licht bekommen: nach spätestens 7 Tagen müssen Zelte auf Vegetation versetzt werden. Eventuell benutzte Steine sind spätestens zur Abreise auf vegetationsfreien Stellen aufzuhäufen (nicht auf der Tundra liegen lassen).
• Keinen Müll zurücklassen, auch nicht versteckt unter Steinen. Selbst bei organischem Abfall dauert die Verrottung leicht viele Jahrzehnte (Zigarettenkippen, etc.).
• Kein Fahren auf schneefreier und aufgetauter Tundra, insbesondere nicht mit Motorfahrzeugen - das gilt auch für die gesamte Tundra des Campingplatzes.